Krankheit

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Was ist ein Myom und wo

Was ist ein Myom und wo

Was ist ein Myom und wo kommt es vor ?

Myome sind Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Bei der Gebärmutter handelt es sich um ein Hohlorgan, wobei die Gebärmutterhöhle von schraubenartigen Muskelzügen umschlossen wird. Aus diesen sogenannten glatten Muskelzellen entstehen bei Abweichung der oben genannten Struktur kleine knotige Muskelwucherungen.

Der Mediziner unterscheidet hierbei 4 Typen von Myomen:

  • Submuköse Myome, welche direkt unter der Gebärmutterschleimhaut entstehen und dort in erster Linie verstärkte Regelblutungen hervorrufen.
  • Intramurale Myome, die in der Muskelschicht der Gebärmutter wachsen und zumeist schmerzhafte Regelblutungen verursachen
  • Subseröse Myome, die man zwischen Muskulatur und Bauchfellüberzug der Gebärmutter findet, wo sie zumeist keine Beschwerden hervorrufen
  • Intraligamentär wachsende Myome, welche in Bindegewebsschichten neben der Gebärmutter wachsen und hier beispielsweise den Harnleiter einengen.

Myome können gestielt sein, d.h. sie haben eine stielförmige Verbindung zur Gebärmutter; sie können aufgrund von Durchblutungsstörungen erweichen oder auch durch Kalkeinlagerungen und Bindegewebsstränge verkalkt und verhärtet auftreten.

Kommen Myome vereinzelt vor, so spricht man von solitären Myomen, sind allerdings mehrere Myome über die Gebärmutter verteilt, so handelt es sich um einen Uterus myomatosus. Prinzipiell können Myome in den verschiedensten Größen vorkommen, von mikroskopisch kleinen Verwachsungen bis hin zu mehreren Kilo schweren Knoten.

Aufgrund der Hormonabhängigkeit der Gebärmutterfunktionen entwickeln sich Myome in den allermeisten Fällen erst nach Eintritt der Geschlechtsreife. Konsequenterweise ist nach Eintreten der Wechseljahre ein Rückgang der Myome festzustellen. Tatsächlich handelt es sich bei Myomerkrankungen fast immer um gutartige, also harmlose Muskelgeschwulste und nur in den seltensten Fällen lassen sich bösartige Entartungen feststellen. Man spricht dann von Myosarkomen. Obwohl die Mehrzahl der Myome ohne Symptome und somit auch oftmals unerkannt bleibt, kann es bei großen Befunden zu verschiedenen in der Schmerzintensität und im Gefährdungspotential stark variierenden Beschwerden kommen.

Wie entstehen Myome und wer ist gefährdet?

Die eigentlichen Ursachen der Myomentstehung sind nach wie vor ungeklärt, allerdings entwickeln sich Myome zumeist aus Uteruszellen mit erhöhten Wachstumstendenzen, was die Schlussfolgerung zulässt, dass eine Wachstumsenergie freigesetzt wird, die im Normalfall der Schwangerschaft vorbehalten ist.

Desweiteren weiß man heute, dass unter den vielfältigen Entstehungsfaktoren wohl die genetischen, hormonellen und sozio-psychologischen Voraussetzungen am engsten mit der Entstehung von Myomen in Verbindung stehen.

Von den weiblichen Geschlechtshormonen, kommt den Östrogenen bei der Entwicklung der Myome eine ganz wesentliche Bedeutung zu, da sie über Mediatoren das Wachstum ganz entscheidend beeinflussen.

Dies ist auch der Grund aus dem Myome nie vor der Geschlechtsreife auftreten, ihr Wachstum postmenopausal stoppt und es in der Postmenopausalphase so gut wie nie zu Neubildungen kommt.

Da die Myome durch ein relatives Hormonübergewicht und die davon ausgehenden Impulse wachsen, ist auch die genetische Disposition ausschlaggebend. Hierfür spricht indem, dass ethnischen Unterschiede zu stark divergierenden Erkrankungszahlen führen.

Neuste Forschungsergebnisse zeigen, dass die soziopsychologische Komponente für die Häufigkeit der Erkrankung von großer Bedeutung ist. So haben Faktoren wie eine Doppelbelastungssituation (Ausübung eines Berufs und Familie), das Leben in Ballungsräumen, der Bildung und Ausbildung, Ernährung und der allgemeine körperliche und seelische Zustand einen nicht unwesentlichen Anteil an der Entstehung von Myomen. Weiterhin haben Frauen, bei denen die Schwangerschaft durch vorausgehenden unerfüllten Kinderwunsch und Partnerschaftskonflikte gekennzeichnet war, ein höheres Myomrisiko.

Prinzipiell können also alle geschlechtsreifen Frauen an Myomen erkranken. Sie treten fast nie vor der Pubertät auf. Die Symptome reichen aufgrund der Steuerung durch die Sexualhormone bis zu den Wechseljahren und in sehr seltenen Fällen auch darüber hinaus.

Wie oft treten Myome auf?

Myome treten im Allgemeinen aufgrund ihrer Hormonabhängigkeit nie vor der Geschlechtsreife und auch nicht postmenopausal auf. Die Wahrscheinlichkeit, Myome zu entwickeln, steigt mit dem Alter. So kommt es, dass kaum eine Frau unter 25 Jahren von dieser Erkrankung betroffen ist, jedoch ab dem 35. Lebensjahr schon 1/5 und ab dem 40. Lebensjahr ein gutes Drittel aller Frauen.

Myompatientinnen stellen zwischen 5-10% aller gynäkologischen Patientinnen, wobei die Myome in der Mehrzahl der Fälle absolut symptomfrei bleiben.

Nur in weniger als 0,5% der Fälle kommt es zu einer bösartigen Entartung, also einem bösartigen Tumor.

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